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Wann immer ich versuche zu erklären, wie die Idee zu den PURE IRISH DROPS entstand, muss ich auf Micho Russell zu sprechen kommen, den ich 1988 das erste Mal erlebte, als er seine besten Jahre scheinbar bereits hinter sich gelassen hatte. Ich war von Anfang an beeindruckt von seiner Art zu musizieren, er überzeugte durch einfache, klare und wunderschöne Melodien, noch nicht einmal besonders meisterlich, dafür aber vom Stil her kompromisslos gespielt, mit Persönlichkeit, Schrulligkeit und Authentizität behaftet, mit einem scheinbar endlosen Vorrat an interessanten Geschichten und Liedern. Es war, als öffneten sich hier und da kleine Fenster in die Vergangenheit.
Das bei uns geläufigen Bild der traditionellen irischen Musik orientiert sich an dem, was hier in Mitteleuropa als gut verkäuflich angesehen wird und ist oft sehr weit weg von dem, was in der traditionellen "Szene" in Irland tatsächlich passiert. Micho, der leider nicht mehr unter uns ist, war einer der Exponenten, die die "alte" Art zu spielen ins zwanzigste Jahrhundert hinüberbrachten, an denen sich jüngere Musiker noch heute orientieren und noch heute weiter pflegen.
Weil so etwas so bei uns nur sehr selten präsentiert wird und ich davon begeistert bin, habe ich das Projekt entwickelt, das heute PURE IRISH DROPS heißt. Die Anregung zu dem Namen habe von der "The Pure Drop" TV-Serie des RTE. Ich fand ihn ungeheuer passend und bildhaft, deshalb bat ich den Produzenten um seine Erlaubnis, diesen Namen modifiziert für eine Serie von Tourneen zu verwenden, die die traditionelle irische Musik hier in Deutschland und dem angrenzenden Europa präsentieren sollten. Er hat sie mir gern erteilt.
Von Anfang an ging es mir um einen Rahmen, der Nähe zwischen Zuhörern und Künstlern zuließ, handgemacht in Augenhöhe, mit kleinen Formationen, das heißt in bewusst kleinerem Rahmen als die gewohnten Festivals, dafür aber hautnaher, informativer, übersichtlicher ... einfach näher dran an den Menschen. Die Beschränkung auf drei Musikerpersönlichkeiten pro Tournee und die Fokussierung auf nur einen Aspekt, weil man ein umfassendes Bild der traditionellen irischen Musik ohnehin nicht in einer Tournee darstellen kann, hat sich von Anfang an gut bewährt.
Da die traditionelle irische Musik vielfach auch Solo-Musik ist und selbst in größeren Formationen, in Sessions und Ceilidhs, mit unterschiedlichen Instrumenten ohne große Arrangements unisono gespielt wird, liegt es auf der Hand, jedem einzelnen Musiker auch Raum für sich allein zu lassen, so dass das Programm eine Reihe von Solos, Duetten und Ensemblestücken enthält. Die Musiker entstammen auch nicht aus bereits vorhandenen Formationen, sondern kommen zusammen, teilweise ohne vorher miteinander gearbeitet zu haben, und erarbeiten ein Programm passend zu dem jeweiligen Aspekt speziell für die Tournee, das sie dann in ca. 25 bis 30 Konzerten in Dänemark, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz, Luxemburg, Frankreich und Deutschland vorstellen.
Im Jahr 2009 findet die 21. Tournee statt, für die ich die Musiker unter dem Aspekt Clare Music ausgewählt und zusammengestellt habe: Conor Keane diatonic accordion ist schon gut bekannt aus seiner Zugehörigkeit zu der Gruppe Four Men And A Dog und der Zusammenarbeit mit dem bekannten bretonischen Musiker Gilles Servat, Dave Harper flute, banjo & guitar ein großartiger Musiker mit außergewöhnlichen Kenntnissen über die Musik aus dem County Clare, und Michael „Blackie“ O'Connell uillean pipes ein aufgehender Stern am Himmel der Musik aus Clare.
Diese drei Musiker erarbeiten derzeit ein Programm über die traditionelle irische Musik aus dem County Clare im Westen Irlands, das sie im Herbst auf der Tournee vorstellen werden.
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Dave Harper
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Michael "Blackie" O'Connell
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Conor Keane
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Dave Harper - flute, banjo, vocals & guitar
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Dave, geboren im County Wexford, ist heute einer der begehrtesten Musiker im County Clare, hat er doch eine Begeisterung für die Musik aus Clare wie kaum ein anderer im County selbst. Er spielt die überlieferte Musik mit wahrem Verständnis für die traditionellen Nuancen und Besonderheiten, obendrein ist er auch noch ein spitzenmäßiger Sänger. An seinem Wohnsitz, dem kleinen Dorf Crusheen, ist er nicht oft anzutreffen. Mit großer Begeisterung ist er viel unterwegs, um zu musizieren, auf Tournee zu gehen und neue Musik zu lernen, das überall innerhalb des Countys und über seine Grenzen hinaus.
Er beherrscht nicht nur die irische Holzquerflöte und die Gitarre meisterhaft, sondern spielt auch ausgezeichnet Banjo. Dies Instrument unterrichtet er jedes Jahr auf dem berühmten Feakle Festival in Ost-Clare.
Seine Leidenschaft hat Dave ein außergewöhnliches Wissen über die Musik aus Clare eingebracht, er hat viele alte Stücke "gesammelt", die sonst leicht hätten verloren gehen können und er ist auf verschiedene Weise mehr ein "Clare-Musiker" als einige der Leute, die aus Clare stammen.
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Michael "Blackie" O'Connell - uillean pipes
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"Blackie" ist einer der aufregendsten jungen Piper im traditionellen Bereich von Clare und ganz Irland. Er spielt Pipes seit seiner Kindheit und lernte viel seiner Musik von dem Travelling Piper Micky Dunne aus Limerick. Großen Einfluss auf ihn hat das Spielen Paddy Keanans und Johnny Doran, Paddy ist regelmäßig bei ihm zu Hause in Clare zu Besuch.
Blackie ist regelmäßiger Gast des Armagh Pipers Club und war mit verschiedenen irischen Tanz-Projekten intensiv auf Tournee in Europa, den USA, China, Taiwan und Dubai. 2008 war er nicht nur für eine Konzerttournee in Schweden, sondern wurde auch noch für ein Gastspiel später im November für Amnesty International in Stockholm eingeladen. Er fühlt sich aber genauso zu Hause in den kleinen Pubs im County Clare, wie in Ennis oder Doolin. In seinen Auftritten auf der Bühne und in Sessions beweist er viel Geschmack. Mit seinem fließenden, überschäumenden Stil reisst er sein Publikum überall auf der Stelle begeistert mit.
Seit einiger Zeit unterrichtet er Uillean Pipes in Clare, sein erster Schüler hat bereits 2006 einen All Ireland Champion Titel gewonnen.
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Conor Keane - diatonic accordion
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Conor stammt aus einer stark musikalischen Familie in Clare, u.a. spielte seine Großmutter Konzertina, sein Onkel Tommy Marrian aus Lisdoonvarna war ein ausgezeichneter Flötenspieler. Conor wuchs in Ennis auf und verbrachte seine Sommerferien mit diesem Onkel Tommy in der Gegend von Lisdoonvarna und Doolin, wo er auch regelmäßig mit den Russell Brüdern musizierte, darunter auch Micho. Er war ein Jahr lang Mitglied der renommierten Tulla Ceili Band unter der Leitung des berühmten PJ Hayes und spielte später auf Tourneen und Aufnahmen in einigen erfolgreichen irischen Gruppen, darunter Shaskeen, Arcady und Four Men and a Dog. Er lebte dann für zwei Jahre in der Bretagne, wo er u.a. mit dem legendären bretonischen Sänger und Komponisten Gilles Servat zusammenarbeitete.
Heute lebt er in Clare und ist ein gefragter Solist, besonders begehrt wegen seines einzigartigen Stils auf dem Knopfakkordeon in Cis/D. Er hat mehrere neue Stücke im traditionellen Stil für das diatonische Akkordeon komponiert. |
Tourzeitraum 18. September bis 18. Oktober 2009
Tourneekalender
ff-musikbüro Florian Fürst, Zum Bühl 8, D-79875 Dachsberg, T. +49-7755-91010, F. +49-1805-4820-0137-10, eM. ffmusik@ffmusik.de, Web. www.ffmusik.de
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