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| Harfenklänge
...
... unwillkürlich denkt
man dabei an Engel, König David, Minnesang und Harpo
Marx. Romantisch oder kitschig? Vielleicht, aber das
mag daran liegen, daß die Harfe als archaisches
Instrument immer mit Magie in Verbindung gebracht wurde.
Die Harfe braucht einen Spieler, der sich ihrer Magie
bewußt ist. Auch wenn Jochen Vogel sich nie als Barde
bezeichnet hat, so ist es doch sein Bestreben, durch die
Musik zu berühren. Angefangen mit traditioneller
irischer und schottischer Musik über
Jazz und Pop bis hin zu indischen
Klängen nutzt Jochen Vogel dazu die musikalischen
Ausdrucksmöglichkeiten von heute und schafft aus den
unterschiedlichen Einflüssen eine elementare, sehr
persönliche musikalische Sprache.
Dies ist der rote
Faden, der sich durch
Jochen Vogels Musik zieht. Ob als Solist, im Duo mit
Leander Reininghaus oder mit den Projekten "Moka Efti" und
"Trio Modal", immer verrät bereits der Klang, daß
sich hier jemand mit ganzer Seele der Musik hingibt.
Der Faden spinnt sich weiter in Jochen Vogels Texten.
Auch hier mischen sich unterschiedliche Einflüsse zu
Miniaturen mit großer emotionaler Dichte.
Jochen Vogel spielt die
Sirr-Harp. Diese Harfe wurde nach einem irischen
Vorbild aus dem 18.Jh. vom Harfenbauer Frank
Sievert für
ihn entwickelt und gebaut. Sie ist wie das Original mit
38 Metallsaiten bespannt und kommt so den
Instrumenten der alten irischen Barden nahe. Dank der
neuartigen Halbtonmechanik von Peter
Brough ist die
ursprünglich diatonische Sirr-Harp stilistisch sehr
vielseitig einsetzbar.
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Pressestimmen
"Le jury a apprecie ... la
recherche des timbres et la grande sensibilite de jeu."
(E. Affolter, Journal de la Harpe,
1.9.1989)
"Und so hat man den
Eindruck, die Harfe sänge." (S. Rasche, Musikblatt,
1.4.1990)
"Jochen Vogel is a rarity -
a composer of contemporary music for the wire strung harp.
..., Jochen is an extraordinary talent, producing fine
melodies and lyrics ... and using a wide range of sounds,
rhythms and techniques." (Sounding Strings, Winter
1998)
"'Wege' ist ein leises,
jedoch unglaublich kraftvolles Geschenk." (Christian
Splitt-Kretzschmar, Folker, Januar-Februar 1999 ->
Pressekritik
)
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| Auszeichnungen
1989 Trophee Carolan,
1.Preis (Komposition), Concours de la Harpe Celtique,
Dinan/Bretagne
1991 Landessieger NRW mit
"Moka Efti" beim Bundesrock(!)wettbewerb, 6. Platz in
der Endausscheidung in Würzburg
1992 Trophee
Improvisation, 1. Platz, Concours de la Harpe Celtique,
Dinan/Bretagne
1995 Deutscher
Folkförderpreis, 3. Platz mit dem "Trio Modal",
Rudolstadt/Thüringen
1997
Kompositionswettbewerb, 2. Platz beim Dutch Harp
Festival in Vlissingen/NL
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Veröffentlichungen
1988 Clairseach (MC,
Butlers Records)
1990 New Light
(CD/LP, Wundertüte)
1992 Moka Efti (CD,
Butlers Records)
1995 Deutscher
Folkförderpreis 1995 (CD, Profolk, mit Trio Modal,
Suzanna & Dzelem und Grenzgänger)
1996 Moka Efti:
Pangaea (CD, Minotaurus)
1998 Wege (CD,
Thein)
1999 The Art of Harp
Vol. III (CD, Shamrock, verschiedene Künstler:
Rüdiger Oppermann, Ann Heyman, Park Stickney u.v.m.)
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CD-Besprechung im
Folker!-Magazin
Wege, Jochen Vogel, Thein
CD 1944
Die Harfe war für mich
ein Instrument, das bevorzugt für Belanglosigkeiten a
la Träumereien am Kamin eingesetzt wird. Um so
wundervoller finde ich die kleine Schar der Künstler,
die die Harfe tatsächlich als Musikinstrument und nicht
als romantisches Hintergrundrauschen einsetzen. Jochen
Vogel gehört zu diesen Künstlern. Vogel
begreift die Harfe als modernes Instrument, dem von Jazz
über Pop bis natürlich zu keltischer Folklore alle
Wege offenstehen. "Wege" heißt auch die neue CD
des Künstlers, auf der er sich als Liedermacher
klassischer Schule zeigt. Und so sehr ich sein Harfenspiel
liebe, ich wandere in meinen Gedanken eher zu den Texten,
die in mir das Bild eines Raben hervorrufen, der mit sanftem
Flügelschlag selbst Drachen zum Weinen bringt. Die
Alltagsgeschichten, die Vogel erzählt, sind ebensowenig
alltäglich wie die schlichten Kompositionen einfach nur
Lieder sind. Die Instrumentalstücke auf der CD
erzählen genauso wundervoll wie die Balladen, die
reichlich auf dieser CD enthalten sind. Das Harfenspiel
Jochen Vogels erzeugt Melancholie, manchmal glückliche,
manchmal traurige. "Wege" berührt mich; sowohl
der Künstler als auch das Instrument. "Wege" ist
ein leises, jedoch unglaublich kraftvolles
Geschenk.
Christian
Splitt-Kretzschmar, Folker!-Das Musikmagazin, Januar-Februar
1998
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